Sollten Sie frühmorgens Ihr Haus oder ihre Wohnung verlassen
und zu der von Ihnen bevorzugten Bäckerei schlendern, die nur 200 m entfernt
liege, dann benötigen Sie dafür rund drei Minuten.
Mit dem Schlendergang bilden Sie zugleich die
Geschwindigkeit des Lichts ab, wenn es von der Erde zum Mars unterwegs ist.
Zumindest gilt das dann, wenn beide Planeten in ihrer günstigsten Position
zueinander stehen. Ansonsten sind es bis zu 22 Minuten - und die warmen
Brötchen werden auf dem Rückweg von der Bäckerei leider kalt.
So betrachtet ist das Licht eigentlich recht langsam
unterwegs.
Seine Ursache hat die geringe Geschwindigkeit des Lichts
darin, dass in den zusätzlichen zeitlichen Dichten, die das Elea-Modell für
eine Ortsveränderung verlangt, die Zeit für das Licht ohne jedes Vorankommen
vergeht. Und was für Licht gilt, gilt für einen Raumflugkörper erst recht.
Er wird lange vor Erreichen der Geschwindigkeit des Lichts
ein Beharrungsvermögen namens Trägheit zeigen, das mit klassischer
Beschleunigung unüberwindlich ist. Das bedeutet für die Frage nach
interstellarer Raumfahrt, dass sie mit Rückstoßantrieben, gleich welcher Art,
nie stattfinden kann.
Man benötigt daher zwingend einen Freifallantrieb, mit dem die
Beschleunigungen und Manöver frei bleiben von jenen zeitlichen Dichten, die uns
und alle anderen Lebewesen in ihren Systemen „einsperren“. Bis einige einen
Freifallantrieb entwickeln. Und es wäre wünschenswert, wenn wir das wären.
Hinzukommen muss zu einem belastungsfrei beschleunigenden
Antrieb eine Technik, die es gestattet, für die Besatzung klassische Erdschwere
vorzusehen, da Menschen in der Schwerelosigkeit nicht lange überleben können.
Trägheit als Ersatz für Gravitation kann nur für stationäre Systeme sinnvoll
sein. Und auch das nur als Ausnahme von der Regel.
Die Technologie eines Freifallantriebs, mithin die Erzeugung
von „künstlicher“ Schwere, impliziert allerdings auch die Technik für eine
anders gerichtete, weitaus geringere Schwere, die im Inneren des
Raumflugkörpers herrschen kann. Man braucht also nichts Neues zu erfinden, nur
eine Technologie des Antriebs verfeinern.
Und das gilt auch für die Frage, woher ein Raumflugkörper
der neuen Zeit seine Energie erhalten soll. Wer in der Lage ist, eine
gerichtete Schwere zu erzeugen, der kann Gleiches auch bei einem Fusionsreaktor
einsetzen und das Plasma mittels Schwere in einer Weise verdichten und
isolieren wie bei einer kleinen Sonne. Eine Schweretechnologie liefert also den
Schlüssel für viele Türen.
Türen, die man meines Erachtens öffnen kann, wenn man die
Welt etwas besser als bisher versteht. Und das, ganz ohne den erzielten
Fortschritt der Physik des letzten Jahrhunderts in Frage zu stellen. Nur eine
neue Interpretation der erfolgreichen Ansätze ist nötig.
Trotzdem wird es Jahrzehnte brauchen, bis wir eine
interstellare Raumfahrt entwickelt haben. Und bis dahin gilt „Kolumbus statt
Airbus“. Aber so wie der - nach anderen – einen neuen Kontinent erreichte und
damit die Grenzen des Menschen erweiterte –, so könnte das auch uns gelingen.
Das Elea-Modell lässt ja
bereits in den Grundlagen erkennen, wie man die Frage nach der Zukunft des
Menschen angehen sollte:
Mit einer Betrachtung
des freien Falls und mit der Beantwortung der Frage, wie sich Raumflugkörper eine
sehr starke, gerichtete Schwere erzeugen könnten, der sie im freien Fall
belastungsfrei in allen Manövern folgen wollen.
Einen ersten Weg, wie man das erreichen könnte, hat in den
90er-Jahren des 20. Jahrhunderts der mexikanische theoretische Physiker Miguel
Alcubierre aufgezeigt - und es ist bemerkenswert, dass auch er die Lösung im
freien Fall suchte.
Bei seinem Ansatz auf der Grundlage der Allgemeinen
Relativitätstheorie sollte, populär interpretiert, eine Kontraktion der
Raumzeit vor und eine Expansion derselben hinter einem Raumflugkörper diesen im
Zustand der relativen Ruhe belastungsfrei beschleunigen.
Berücksichtigt man die Herleitung von Energie und
Gravitation im Elea-Modell, dann entspricht diese Lösung der Konzentration von
Grundraum in einem Körper mit nachfolgender Auflösung dieser Grundraumdichte
zurück zum ausgebreiteten Urzustand.
Tatsächlich war dieser Ansatz nichts anderes als die
Anwendung der Prinzipien des freien Falls im Rahmen der Allgemeinen
Relativitätstheorie. Alcubierre selbst betonte, dass der Zustand, den er mit
seinem Antrieb erreichen wollte, viel mit dem freien Fall gemeinsam habe.
Doch leider stellte sich heraus, dass sein Vorschlag eines
Antriebs, der ein Raumfahrzeug von allen Trägheitsfolgen befreien kann,
Energien erforderte, die so groß sind, dass sie selbst die Sonne nicht zur
Verfügung stellen könnte.
Der Grund dafür liegt in einem Skalierungseffekt, den
Alcubierre nicht berücksichtigt hatte: Eine Technologie, die makroskopisch
Gravitation erzeugen will, muss diese auch makroskopisch aufbringen.
Genau hier setzt der Ansatz des Elea-Modells anders an.
Statt makroskopisch Raumzeit zu krümmen, soll die Logik des Mikrokosmos im
Makrokosmos abgebildet werden. Dann arbeitet die Skalierung ausnahmsweise nicht
gegen uns, sondern für uns:
Was im Mikrokosmos als Zustandsrotation eine geringfügige
zeitliche Dichte erzeugt, kann im Makrokosmos eine technisch nutzbare
gerichtete Schwere ergeben - vorausgesetzt, man findet den richtigen Träger für
eine solche Abbildung.
Doch neben diesen allgemeinen Grundlagen ist es vor allem die hier noch folgende Überlegung, die mir
Hoffnung macht. - Also:
Wenn man Energie im Elea-Modell ein Volumen im Sinne von
Grundraum zusprechen kann, dann wird dieses Volumen nicht nur bewegt erscheinen
können. Es sollte auch möglich sein, dass es in sich eine Umverteilung
aufweist, die einen Körper entstehen lässt, der durch die Vorgänge nicht nur an
seinem Ort fixiert ist, sondern der auch ein Beharren auf gerichtetem Freifall
abbildet.
Das wäre der logische Aufbau eines Freifallantriebs.
Im Folgenden beschreibe ich, wie ich aus diesem Gedanken
einen möglichen „Antrieb“ ableite, der tatsächlich darauf beruht, die Prinzipien
aus dem Mikro- im Makrokosmos abzubilden.
Eine ausschlaggebende Rolle kommt zunächst dem Versuch zu, ein
Objekt des Makrokosmos in Zustandsrotation zu versetzen, weil diese von einer
großen zeitlichen Dichte begleitet sein muss, die man als Ursache von
gerichteter Schwere nutzen könnte.
Als problematisch erscheint zunächst, dass wir hier als
Ursache extremer zeitlicher Dichte Zustandsrotationen des Mikrokosmos
betrachten, die im technisch beherrschbaren Makrokosmos nicht erreichbar sind.
Bei der benötigten Rotationsfrequenz würde das rotierte Objekt weit vor dem
Eintritt einer Zustandsrotation als Folge von Trägheit „in tausend Stücke
zerrissen“ werden.
Und das bedeutet ohne Wenn und Aber:
Für eine Erzeugung zeitlicher Dichte mittels
Zustandsrotation kommen nur Körper infrage, die aus Prinzip frei von Trägheit
sind und dies auch unter der Zustandsrotation bleiben. Solche Körper scheint es
tatsächlich zu geben:
Sie existieren als suprafluide Wirbel in einem engen
Grenzbereich von Makro- zu Mikrokosmos. Daher jetzt ein kurzer, wieder
vereinfachender Blick auf die Suprafluide:
Wir finden zunächst, dass das Edelgas Helium-4, wenn es auf
2,17 Kelvin abgekühlt wird, was nahe dem absoluten Nullpunkt ist, in einen
suprafluiden Zustand übergeht.
Es ist ein Zustand, der ohne Vergleich ist, weil die
Suprafluide als eine wichtige Ausnahme zu klassischen Fluiden, unmittelbar die
Mechanik des Energieerhalts des Mikrokosmos im Bereich des Makrokosmos
abbilden. - Doch warum ist das so?
Die Antwort mag ob ihrer Einfachheit erstaunen:
Aus Sicht des Elea-Modells hat eine Absenkung der Temperatur
auf 2,17 Kelvin alle Möglichkeiten einer Ortsveränderung der Atome auf ein
Minimum reduziert.
Das führt zu einem Potential des entstandenen Fluids, das
nicht durch verschiedene, sich überlagernde virtuelle Zustände, sondern durch
einen einzigen gemeinsamen Zustand gekennzeichnet ist.
Damit aber entfällt der intrinsische Zufall im Mikrokosmos,
weil dieser sich aus den Möglichkeiten speist, die ein Potential durch
virtuelle Überlagerung verschiedener möglicher Zustände für die zeitliche
Entwicklung des Systems bereithält. – Anders gesagt:
Suprafluide bilden einen Zustand ab, in dem das Fluid
zufallsfrei ist, solange es gelingt, Störungen von außen fernzuhalten.
Die Folgen für ein durch Einschränkung des Potentials von
Zufall befreites Fluid sind erstaunlich, muss es doch nun ein Verhalten zeigen,
das sich nicht durch Störung und Antwort erklären lässt. Das Verhalten des
Suprafluids muss vielmehr ganz unmittelbar die Mechanik des Energieerhalts
abbilden.
Hier eine kurze Aufzählung der daraus notwendig
resultierenden Merkwürdigkeiten unter Berücksichtigung des Elea-Modells:
Suprafluide werden in der Ortsveränderung mit ihren
Teilen Orte besetzen, bei denen das Verhältnis der Distanzen der Orte zu den
zeitlichen Dichten dieser Orte konstant bleibt. Dies entspricht in der Wirkung
jener Ortveränderung, die wir bei dem freien Fall als besonders, weil
trägheitsfrei kennenlernten.
Suprafluide, die von Elektronen im Supraleiter
gebildet werden, müssen Störungen von außen abweisen, denn diese würden in der
Lesart des Elea-Modells die Logik des Suprafluids verletzen, sich mit einer
zufallsfreien Ortsveränderung abzubilden.
Das ist im Elea-Modell die sprachlich ausgedrückte
Begründung dafür, dass Permanentmagnete mit ihrem störenden Magnetfeld nicht in
den Supraleiter eindringen können, sondern auf diesem „schweben“.
Es ist also keine Kraft, die da wirkt, sondern es ist
vielmehr eine Logik, die sich mit dem Schweben abbildet. Wie überhaupt das
Elea-Modell bekanntlich die Annahme von Kräften als Ursache von Wirkungen ohne
Ausnahme ablehnen muss.
Suprafluide zeigen, betrachtet aus klassischer
Ursache-Wirkung-Sicht, unerwartet Ortsveränderungen, mit denen der
Energieerhalt im Ausgleich sichergestellt wird. Ein hübsches Beispiel dafür:
Hebt man mit einem kleinen Gefäß ein kleines Volumen
Suprafluid aus einem größeren oder taucht das kleinere in einem Gefäß ohne jede
Vermischung unter das Niveau des größeren Volumens, dann wird das Suprafluid
als dünner Film aus einem der beiden Gefäße zum jeweils anderen kriechen, um
einen energetischen Ausgleich herzustellen. Als ob die zwei Gefäße, durch
Röhren verbunden, ein kommunizierendes System bildeten.
Die Kommunikation wird hier durch die Logik des
Energieerhalts und -ausgleichs hergestellt, die auch die Ursache für das
genannte Verhalten eines Suprafluids ist. Wobei dieses einen geforderten
Höhenausgleich jeweils nur als kriechender Film überwinden kann, da eine
größere Schichtdicke infolge fehlender Viskosität gravitativ abgeschert würde.
Soweit drei einfache, und leicht verständliche Beispiele zu
dem erwartbaren Verhalten von Suprafluiden, wenn man sie mit dem Elea-Modell betrachtet.
Interessant für eine Technologie, die gezielt gerichtete
Schwere erzeugen will, ist nun, dass die Suprafluide (trotz Abbildung eines
Potentials beschränkter Möglichkeiten in der Ortsveränderung) die
Zustandsrotation eines SPIN aus dem Mikrokosmos in einem Übergang zum
Makrokosmos abbilden können.
Das zeigt sich in einem Experiment:
Wird Suprafluid in einem Behälter mit kreisförmigem
Querschnitt störungsfrei gelagert und wird dieser Behälter in Rotation
versetzt, so rotiert das Suprafluid nicht mit, sondern es treten in dem Fluid
Wirbel auf, die nicht auf Reibungseffekten beruhen, die aber durch ihre
Existenz dem Satz des Energieerhalts Rechnung tragen.
Die geometrisch geordneten Wirbel reichen von der Oberfläche
des Suprafluids in die Tiefe und stören sich trotz räumlicher Nähe nicht. Die
Wirbel zeigen zudem röhrenförmige Umfangsschichten, die ineinander liegen und
aneinander abgleiten. Diese Nicht-Interaktion der Schichten ist jedoch nicht
Folge einer fehlenden Viskosität, sondern es ist die Erfüllung der Forderung an
jedes Suprafluid, ein ungestörtes System zu bilden.
Die Rotationen der röhrenförmigen Schichten des Suprafluids
zeichnen sich zusätzlich durch die Abbildung diskreter Zustände aus, sie sind
quantisiert. Die Zustandsrotation der Schichten nimmt dabei von außen nach
innen in Sprüngen zu, während der Durchmesser der Schichten von außen nach
innen in Sprüngen abnimmt. - Die mögliche Erklärung dafür:
Wenn alle Umfänge der röhrenförmigen Schichten des Wirbels
aus Teilchen bestehen, die als Teile eines Suprafluids identische Veränderungen
des Ortes pro Zeiteinheit zeigen, dann muss ein großer Umfang, der aus mehr
Teilen besteht als ein kleiner, viel langsamer rotieren, denn es braucht mehr
Zustände und mehr Zeit, um den größeren Umfang auf diese Weise um 360° zu rotieren.
Damit der Schichtwirbel eines Suprafluids die
Zustandsrotation des Mikrokosmos im Makrokosmos tatsächlich abbilden kann,
müssen drei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein. Sie grenzen das, was wir
suchen, nach drei Seiten ab - gegen den Festkörper, gegen den klassischen
Fluidwirbel, und schließlich auf das hin, was wir brauchen:
1. Dieser Schichtwirbel darf keinen Festkörper des
Makrokosmos abbilden, weil der mit jedem Ort seiner Umfänge eine gleiche
Winkelgeschwindigkeit zeigen würde.
2. Dieser Schichtwirbel darf auch keinen klassischen
Fluidwirbel abbilden, der zu jedem seiner Umfänge einen kontinuierlichen
Übergang der Strömungsgeschwindigkeiten zeigen würde.
3. Dieser Schichtwirbel muss aber an mindestens einem Ort
eine Zustandsrotation abbilden, deren Logik für den gesamten Wirbel erhalten
bleibt und sich so als einheitliche Gesamtheit abbildet.
Die ersten zwei Forderungen werden von dem Suprafluidwirbel
nach allem erfüllt.
Doch auch die dritte Forderung ist erfüllt, wenn man einmal einen
hypothetischen und allerkleinsten Umfang des Suprafluidwirbels in dessen
Zentrum betrachtet:
Auf diesem Mindestumfang der innersten Wirbelschicht stehen
sich – bei idealisierter Betrachtung – zuletzt nur zwei Moleküle gegenüber, und
sie wechseln mit jedem Zustand ihre Position um 360 Grad (2π im Bogenmaß) oder auch
einem Vielfachen davon.
Letzteres ändert nach allem nur den Wert der
Zustandsrotation, nicht aber die Qualität der Zustandsrotation als solche. Was
es mit der Logik des Denkens zulässt, solch einen Fluidkörper als ideal
zustandsrotiertes, auch detektierbares Objekt des Makrokosmos anzusehen, das
einen SPIN abbildet und mit diesem die Ursache extremer zeitlicher Dichte und
auch von Gravitation, gerichteter Schwere, stellen könnte!
Allerdings hatten wir bei der Herleitung von Energie bisher nur
an kugelförmige Objekte gedacht, denn diese Form entspricht der
volumetrisch–symmetrischen Beschreibung vierdimensionaler Energie im
Elea-Modell. - Und genau das wirft nun Fragen auf:
Erstens: Wie soll man den besprochenen Suprafluidwirbel,
eine schichtförmig aufgebaute Röhre, in die beschriebene Form einer Kugel in
Zustandsrotation bringen, wenn diese Form allein aus Gründen des Energieerhalts
auftreten muss und nicht von außen einwirkend - durch Störung! - herbeigeführt
werden darf?
Zweitens: Selbst, wenn eine solche Umformung, die allein aus
Gründen des Energieerhalts auftreten darf, möglich wäre - wie soll daraus eine
Veränderung der Verteilung von Energie innerhalb der gedachten Kugelform
möglich werden, der man zusagen dürfte, dass sie ein Beharren erzeugt, den Ort
im freien Fall zu verändern?
Die mögliche Antwort auf beide Fragen liegt vermutlich in der besonderen Geometrie eines Spindeltorus - einer Grenzform der Kugel, die in der Mathematik als "entartet" bezeichnet wird, weil sie deren idealsymmetrische Form gerade verlässt. Wir leiten die Geometrie des Spindeltorus daher einmal so ab, dass sie auch von einem Suprafluid gezeigt werden könnte.
Es beginnt einfach:
Denkt man sich einmal einen geschichtet zustandsrotierenden
und röhrenförmigen Suprafluidwirbel freigestellt, dann kann man ihn gedanklich
zu einem schlichten Ringtorus umformen, indem man seine Enden verbindet. - Leichter
gesagt als getan, sicher.
Gehen wir trotzdem einmal davon aus, dass es einem Physiker
und geschickten Ingenieuren möglich sein wird, eine Struktur, wie sie der eben
beschriebene röhrenförmige Suprafluidwirbel darstellt, der in Schichten
rotiert, dazu zu „überreden“, sich aus Gründen des Energieerhalts kreisförmig
zu schließen.
Der so entstandene Torus, ein Ring, wird mit seinen
Schichten dann um eine kreisförmige Achse poloidal und zusätzlich noch um eine
vertikal zur Kreisebene stehende Achse toroidal rotieren.
Quelle der obigen Grafik: Wikipedia – Torus – gemeinfrei.
Wird nun dieser Ringtorus weiter den Bedingungen des
Energieerhalts unterworfen - etwa indem sein Volumen wächst, ohne dass sein
äußerer Durchmesser im gleichen Maß zunehmen kann - dann muss er sich aus
geometrischer Notwendigkeit umformen.
Seine zentrale Öffnung schließt sich, und der Ring geht
zunehmend in eine entartete Kugelform über. Nicht weil ihn jemand dazu zwingt,
sondern weil das die einzige Form ist, in der das gewachsene Volumen unter den
gegebenen Beschränkungen Platz findet.
So, wie es die folgende Abbildung andeuten will.
Quelle der Grafik: Wikipedia – Torus – gemeinfrei.
Die so entstehende „Kugel“ verliert die zwei getrennten
Achsen eines Ringtorus, um die die Schichten des Suprafluids toroidal und
poloidal zustandsrotierten, zugunsten einer Kugel, um deren Zentrum nun
Schichten in der Form von Kugelschalen rotieren sollten, ohne sich dabei
gegenseitig zu stören. Wir hatten diese Möglichkeit schon im Kapitel zur Gravitation
angesprochen und dort gesagt:
„Berücksichtigt man,
dass Mikroobjekte im Elea-Modell eine räumliche Ausdehnung besitzen, dann
begründen Zustandsrotationen die Drehungen eines Volumens, ohne diese als
Bewegung abzubilden. Mehrere dieser Objekte können daher Orte nebeneinander
oder sogar ineinander in ihren Zustandsrotationen haben, ohne sich zu stören.“
Wird nun dieser Torus im Elea-Modell so gedacht, dass seine
Zustände eine teilweise zentrale Überlagerung seines Volumens zulassen, dass er
sich in sich selbst schneidet, so entsteht im Schnittbild ein spindelförmiger
Zentralkörper. (Siehe Abbildung unten).
Dieser weist die räumlichen Grenzen von Dreidimensionalität
im Elea-Modell auf. Er bestimmt hier einen geometrisch definierten
Zustandsraum, in dem sich die zeitliche Dichte von Energie in der gezeigten, definierten
Weise räumlich gerichtet umverteilt. Siehe Skizze. Und solch eine Umverteilung
von Energie wurde von uns bei der Herleitung des Freifalls schon einmal angesprochen
als mögliche Vorlage für einen Freifallantrieb.
Entscheidend ist nun Folgendes:
Dieser Spindelkörper besitzt eine eindeutige Position, weil
er in jedem einzelnen der Zustände von der poloidalen und toroidalen
Zustandsrotation der Ringvolumina abgebildet wird.
Was eine Umverteilung der zeitlichen Dichte der Energie mit
und in dem Gesamtgebilde erkennen lässt, die weder einen Zufall im Geschehen zulässt
noch als eine Störung begriffen werden kann.
Da das Gesamtgebilde bereits als dem Makrokosmos zugehörig
angesehen werden kann, aber in der sprunghaften Umverteilung der Energie den
Gesetzen des Mikrokosmos gehorchen muss, kann sich an dem Objekt als Folge der
Zustandsrotationen auch keine klassische Trägheit abbilden, da sonst Ursache
und Wirkung nicht zu trennen wären.
Untergehen muss eine Wirksamkeit der mit jedem Einzelzustand
fortgesetzten Umverteilung der Energie in diesem System aber nicht. Sie wird
sich als fortgesetztes Beharren des zentralen und an seinem Ort kräftefrei
fixierten Schnittkörpers zeigen, eine trägheitsfreien Beschleunigung in seiner Achse
abbilden.
Dies deshalb, weil mit dem Schnittkörper nicht nur die
toroidale Komponente, sondern vor allem auch die poloidale Komponente eine
Abbildung erhält.
Der zustandsrotierende Schnittkörper wird daraus ein
Beharren auf Translation in seiner Symmetrieachse erhalten. Und da dieses
Beharren nicht auf Störung von außen beruht, kann es hier als das Beharren auf
trägheitsfreier Beschleunigung aufgefasst werden. Ein Beharren auf
Beschleunigung, das wir mit dem Elea-Modell als eine in den Raum gerichtete
Eigenschwere auffassen können.
Als das Beharren auf gerichtetem Freifall.
Sollte Ihnen als Leser an dieser Stelle jedes Verstehen
abhanden gekommen sein, dann schlage ich folgende Verbildlichung vor. Stellen
sie sich vor, dass der Spindeltorus aus dem letzten Bild aus einem besonders
verformbaren Gummi bestehe und dabei in sich selbst poloidal rotieren würde.
Also sich immer wieder ins sich selbst und nach innen gerichtet umwälzen würde.
Mit einem an eine Spindel erinnernden Verdichtungsgebilde.
In diesem Fall könnten Sie einen Stab in den zentralen
Bereich stecken und der sich umwälzende Körper würde nun mit seinen Zentrum an
diesem Stab entlang gerichtet beschleunigen.
Eine Hilfe, um zu verstehen, was erreicht werden soll. Nicht
mit Gummi und einem Stab, sondern mit Energie und einer Wirkung.
Sollte sich diese Überlegung auch in der Mathematik
bestätigen lassen, läge der Schlüssel zu neuen Formen der Ortsveränderung nicht
in der Überwindung des Raumes durch Kraft, sondern in dem Verständnis einer speziellen
Zustandsrotation, aus der eine gerichtete Ortsveränderung mit jedem Zustand neu
und vor allem als Freifallbeschleunigung hervorgeht.
Soweit das schlichte Konzept meines Antriebs.
Nun liest sich das trotzdem abgehoben und jeder Ingenieur
wird sich eher an Gedankenspiele erinnert sehen, denn an Antriebe. Um sich der
„Materialisierung“ solcher Antriebe weiter zu nähern, wollen wir abschließend
noch einen sehr kurzen Blick auf die Hochtemperatur-Supraleiter und deren
Besonderheit werfen:
Bei Hochtemperatursupraleitung werden keramische Nichtleiter
bei einer Sprungtemperatur, die man bereits mit Nutzung flüssigen Stickstoffs,
also mit recht wenig Aufwand, erreichen kann, abrupt supraleitend. Warum das so
ist, weiß man nicht.
Das Elea-Modell könnte jedoch eine Erklärung liefern:
Zunächst erinnern wir uns dazu an den Einfluss von Wissen
auf eine Ortsveränderung, mit dem sich die Doppelspaltversuche im Kapitel
Zufall erklären ließen.
Bei der HT-Supraleitung könnte es nun so sein, dass zwar eine
Nichtleiterstruktur vorliegt, die einen idealen Ladungstransport potentiell
ermöglicht, ihn aber erst bei Ausschluss von Störung durch thermische
Schwingungen abbilden kann.
Deswegen dann die benötigte Abkühlung des Leiters.
Zur Nutzung dieser Supraleitung müsste man allerdings
wissen, wie denn wohl ein idealer Ladungstransport in einem Supraleiter
beschaffen sein muss. Dazu schnell ein schlichtes Symbolbild:
Links zwei Energieeinheiten in idealkongruenter
Überlagerung, also ohne, dass ein Körper resultiert. Es steigt nur die
spezifische räumliche Energiedichte. (Die Überlagerung der Energieeinheiten ist
hier symbolisch verschoben abgebildet, um zu zeigen, dass es sich um zwei
Energieeinheiten am gleichen Ort handeln soll, die vereinigt sind.)
Verändert eine der beiden Energieeinheiten ihren Ort
sprunghaft um einen winzigen Betrag, entsteht ein zentraler Körper, der zwei
polare Ladungen aufweist. Ein Elektron entsteht – zumindest im Elea-Modell.
Verändert zeitlich nachfolgend die zweite Energieeinheit den Ort in der
gleichen Weise, so vereinigen sich beide Einheiten wieder zu der ehemaligen
gedoppelten Energieeinheit an einem neuen Ort, ohne ein Elektron zu bilden.
Eine Ladungsverschiebung ist vollbracht!
Die Supraleitung bei Elektronen bestünde, so gedacht, aus
einer steten Erzeugung von erhöhter vierdimensionaler Dichte ohne Grenzbildung
und deren Wandel zu einem Körper mit Grenze und Ladung, was zudem mit einer
Ortsveränderung einhergeht.
Die Frage, wie man einen HT-Supraleiter konstruieren könnte,
der einen Spindeltorus für den Elektronenfluss abbildet, ist sicher noch offen.
Doch wenn Kreisströme eine Abbildung auf einem Grundraum darstellen, dann
sollte eine mögliche Antwort für diese Frage in der Allgemeinem
Relativitätstheorie zu finden sein.
Einen einfachen praktischen Versuch, der zeigt, wie sich aus Gründen des Energieerhalts aus einer Kreisströmung ein Horntorus bildet, finden Sie hier.
Die Spindel und der Ort, an dem sie sein kann
Unter Antriebsfragen habe ich oben den Spindelkörper
als Schnittgebilde eines aufgeblähten Ringtorus eingeführt, der sich selbst
durchdringt.
Offen blieb dort, wie dieser Spindelkörper genau zu denken
ist. Auch das "Bewegungsprinzip" blieb skizzenhaft: Es war von einem Beharren auf gerichtetem Freifall die Rede,
ohne dass klar wurde, wie sich ein Gebilde, das nur als Selbstüberlagerung
existiert, im Freifall "bewegen" können soll, ohne seine eigene Existenzbedingung zu
zerstören.
Diese Lücke möchte ich schließen.
Ein Blick auf den sich überlagernden Torus
Es genügt, sich einen geblähten Ringtorus vorzustellen, der
sich im Zentrum mit sich selbst durchdringt, um den entscheidenden Punkt zu
erkennen:
An jeder Stelle der Selbstüberlagerung in der sprunghaften
Ortsbesetzung treffen die toroidalen Rotationsanteile als Muster
entgegengesetzter Gerichtetheit am selben Ort aufeinander. Sie heben sich damit
gegenseitig auf.
Zumindest ist das dann möglich, wenn man berücksichtigt,
dass das Elea-Modell keinen Bildschirm beschreibt, sondern dass jeder besetzte
Ort über die extrem hohe Existenzfrequenz seiner Abbildung eine Gerichtetheit
integrieren kann. Der Ort „verschmiert“ ein wenig in Richtung einer Fortsetzung
des Musters.
Der Ort bildet dadurch eine gerichtete Tendenz zur
Fortsetzung des Musters ab! Und es ist genau dieser Komplex, der durch
Überlagerung unterschiedlicher Gerichtetheit an Orten aufgehoben, gelöscht
werden kann. Und nicht etwa ein Ort an sich. Das wäre ein Missverständnis!
Was an der Schnittstelle geschieht
Was bei dieser Auslöschung der toroidalen Komponente
übrigbleibt und sich nicht aufhebt, ist das Muster einer poloidal gerichteten
Ortsbesetzung. Sie verstärkt sich nicht, weil etwas hinzukäme, sondern weil im
Zentralbereich nichts mehr mit ihr konkurriert.
Der Spindelkörper ist also nicht einfach ein Ausschnitt des
Torusvolumens mit Ortsbesetzungen. Er ist ein Bereich mit anderer
Rotationsstruktur, mit anderem Muster als seine Umgebung – rein poloidal
gerichtet und mit einer eindeutig ausgezeichneten Achse.
Das ist die ausführliche Begründung dafür, warum der
Spindelkörper überhaupt eine Richtung trägt. Eine isotrope Verdichtung könnte
das nicht leisten; sie hätte keinen Grund, eine Achse auszuzeichnen.
Erst die Aufhebbarkeit der toroidalen Komponente macht die
poloidale zur einzig wirksamen Zustandsrotation und damit die Achse zur einzig
wirksamen Richtung.
Existenz als Logik
Damit wird auch die Frage nach der Existenz des
Spindelkörpers lösbar. An mehreren Stellen im Buch habe ich festgehalten, dass
im Elea-Modell nicht Kräfte wirken, sondern dass sich eine Logik abbildet.
Wenn das ernst gemeint ist, dann ist die Spindel real in
genau dem Sinn, in dem in meinem Modell überhaupt etwas real sein kann: Die
Geometrie der Selbstdurchdringung erzwingt eine bestimmte Rotationsstruktur,
ein Muster von Existenz und Gerichtetheit, und dieses Muster ist zugleich die
Spindel.
Sie ist nicht weniger real als ein Elektron, das in meiner
Lesart auch kein Ding ist, sondern ein bestimmter logischer Zustand. Die
Spindel existiert, weil ihre Logik in der Geometrie nicht zu vermeiden ist und
weil gerichtete Orte von Elektronen oder Cooperpaarungen im Elea-Modell auf
diese Weise Abbildung erfahren.
Warpantrieb neu gedacht
Betrachtet man die Herleitung der Spindel über einen
Selbstschnitt eines Ringtorus in seinem Zentrum (etwa als Folge von Aufblähung)
dann wird unmittelbar deutlich, dass die Spindel damit einen Existenzort
erhält, den sie nicht verlassen kann, ohne ihre Existenzbedingung aufzuheben.
Wenn man also der Spindel über die poloidal gerichtete
Veränderung der von ihr besetzten Orte eine Tendenz zusprechen will, den Ort
frei von Zufall und frei von zusätzlichen zeitlichen Dichten gerichtet zu
verändern (freier Fall), erfährt diese Tendenz ihre Grenze ganz unmittelbar in
der Auslöschung der eigenen Existenzbedingung für die Spindel. Bewegt sie sich,
verlässt sie den ihr zugewiesenen Existenzraum.
Womit nur eine Möglichkeit bleibt, die beschriebene Tendenz
der Spindel, in einen gerichteten Freifall überzugehen, nicht untergehen zu
lassen: Nicht nur die Spindel muss den Ort verändern, sondern auch der Raum,
in dem sich ihre Existenzbedingung erfüllt.
Und sei es nun eine Vorrichtung, die diesen Existenzraum der
Spindel schafft, indem sie ein Suprafluid in der Form eines Spindeltorus in
sich rotieren lässt, so müssen Spindel und Vorrichtung gemeinsam den Ort
verändern. Und wenn das aus Gründen der Logik nur für eine Gesamtheit von
Objekten gelten kann, dann muss sich ein Raumflugkörper mit dem Raum bewegen,
den diese Spindel als ihren Existenzraum erhält.
Das ist das Prinzip des Elea-Spindel-Warpantriebs.
Dieser Antrieb unterscheidet sich von einer klassischen
Interpretation des notwendigen Geschehens darin, dass keine Raumzeit durch eine
erzeugte Gravitation im Makrokosmos gekrümmt werden muss. Das erforderte die
Energie von Sonnensystemen, wie früh deutlich wurde. Weshalb man diese
Möglichkeit verwarf. Anders gesagt: Alcubierres Ansatz scheiterte an einem Skalierungseffekt:
Wer makroskopisch Raumzeit krümmen will, muss makroskopisch Gravitation
aufbringen, und dafür reicht selbst die Energie von Sonnen nicht.
Beim Elea-Spindel-Antrieb, einer möglichen Variante des
Warp-Antriebs, liegt der Aufwand an einer ganz anderen Stelle. Man muss keine
Raumzeit krümmen, sondern nur eine Spindel-Konfiguration aufrechterhalten, in
der die Selbstüberlagerung eines poloidal gerichteten Suprafluidwirbels ihre
eigene Existenzbedingung erfüllt.
Der Energiehunger skaliert dann nicht mit der Stärke
der zu erzeugenden Gravitation, sondern mit dem, was es kostet, das Suprafluid
im erforderlichen Zustand zu halten. Damit ist das, was sich vorher als
unüberwindliche Hürde darstellte, kein prinzipielles Problem mehr. Der Antrieb
arbeitet nicht gegen die Bedingungen seiner eigenen Existenz, sondern aus ihnen
heraus.
Das gilt auch für einen Skalierungseffekt.
Der Elea-Spindel-Antrieb arbeitet mit einem Prinzip des Mikrokosmos! Mit zufallsfreien zeitlichen Dichten, die eine Tendenz zum Freifall abbilden können. Der Antrieb bildet den Mikrokosmos mit einem geeigneten Fluid auf dem Makrokosmos ab. Das heißt: Es ist nun der „Abstand“ von Mikro- zu Makrokosmos, der Größenordnungen beträgt, der die Größe der Wirkung bestimmt.
Die Skalierung
arbeitet hier also für einen Antrieb und nicht (wie bei Alcubierre) eher gegen
ihn. Was bleibt, sind die Verfahrensfragen, die die Physik mit
Ingenieuren lösen muss. Und auch lösen kann, denn Verfahrensfragen richten sich
nicht gegen den Energieerhalt, sondern gegen die Schwierigkeit seiner
technischen Umsetzung.